
Kirchen bekräftigen Solidarität mit Israel
Nikolaus Schneider, EKD-Ratsvorsitzender und der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff auf Studientagung
der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Kooperation mit dem
Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit und der Konrad Adenauer Stiftung
Berlin (dpa) - Die beiden großen Kirchen haben ihre Solidarität
mit Israel bekräftigt und für eine Zwei-Staaten-Lösung zur
Überwindung des Nahost-Konflikts plädiert. «Die Aufgabe der
evangelischen Kirche sehe ich darin, freundschaftlich und tief
verbunden dem Staat Israel zur Seite zu stehen», sagte der
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Nikolaus Schneider am Dienstag in Berlin.
Für das jüdische Volk gebe es unter den heutigen politischen
Bedingungen keine Alternative zum Staat Israel. «Solange dies der
Fall ist, stehen wir als Christinnen und Christen in Solidarität mit
dem Staat Israel, für dessen Existenz wir einzutreten haben.» Eine
religiöse Überhöhung des Staates Israel sei aber «theologisch
unzulässig» und gefährde die Friedensbemühungen.
Für die katholische Kirche stehe «das Existenzrecht Israels als
eines jüdischen Staates außer Frage», betonte der Aachener Bischof
Heinrich Mussinghoff. Gleichzeitig habe auch das palästinensische
Volk das Recht auf einen unabhängigen und wirtschaftlich
lebensfähigen Staat.
Einen ausführlichen Bericht findet ihr hier.
Einen Bericht auf Deutschlandfunk findet ihr hier.